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Gründungsgeschichte

Im Frühjahr 1993 fanden sich sechzehn junge Leute zusammen, die feststellten, dass in Bad Rotenfels die Fasent heute nicht mehr so aufblüht wie es früher einmal war.

Dies wollte man ändern und überlegte sich deshalb, was man dagegen unternehmen könne. Nach langem hin und her konnte man sich einigen, eine Gemeinschaft zu gründen, mit der man altes Brauchtum wie Narrenbaumsetzen und sonstige fastnachtliche Ereignisse in Bad Rotenfels wieder ins Leben ruft. Die neugegründete Fastnachtsgruppe sollte aber kein Organisationskomitee für die Rotenfelser Fasent sein, die Mitglieder selbst wollten auch aktiv an der Fastnacht teilnehmen. Als erstes benötigte man ein Motiv, einen Anhaltspunkt, nach dem sich die Gruppe sinnt.

 

Viele Geschichts- und Heimatbücher wurden studiert, bis man in dem "Anzeiger für Kunde des teutschen(ja es ist so richtig geschrieben) Mittelalthers", herausgegeben von Frh. v. u. z. Aufseß & Professor Josef Mone von 1834, folgende Sage fand.

Die Uhrsprungssage der Domänenwaldgeister

Die Geister führen irre.

Etwa um 1750 ging ein Lehrer aus Ebersteinburg, ein Greis von 75 Jahren, redlich und fromm, auf den Allerseelentag (2.Nov.) Durch den Wald nach Rotenfels hinab mit seinem Pfarrherrn, um seine Andacht bei der Bruderschaft zu verrichten. Da der Pfarrer nicht mit nach Hause gehen wollte, kehrte der Lehrer allein zurück; denn der Weg war ihm von Kindheit an bekannt. Aber es war schon Nacht, und die Geister führten ihn auf Irrwegen umher. Er lief die ganze lange Nacht und konnte den Heimweg nicht finden. Am anderen Morgen lag er ganz nahe bei dem Dorf in den letzten Zügen. Die Leute, die ihn sahen, brachten ihn sogleich nach Hause, wo er seinen Geist aufgab. Er hatte Schindeln in der Tasche stecken, seine Schuhe waren ganz durchgelaufen und mit Weiden gebunden, aber an seinem Körper war nichts verletzt und auch kein einziger Ritz zu bemerken.

Prof. Mone merkt hierzu an, dass die Geschichte auf Wahrheit beruht, die Deutung allerdings der Sage vorbehalten bleibt.

Das Motiv

Hiermit wurden die Geister, die in den herrschaftlichen Domänenwaldungen hausen, unser Motiv. Somit wurde aus der "Fastnachtsgruppe" eine Holzmaskengruppe, wie man sie aus der schwäbisch-alemannischen Fastnacht kennt.

Nachdem nun ein Hintergrund für die neue Gruppe (die Domänenwaldgeister) gefunden wurde, ging man an, die Fastnacht in Bad Rotenfels wieder zum Leben zu erwecken. Ein Narrenbaumsetzen im Anschluss an einen kleinen Umzug durchs Dorf wurde in der folgenden Fastnachtskampagne veranstaltet. Klein angefangen hatte unser Umzug heute bereits mehr als 90 Gruppen und über 2200 Teilnehmern (aus nah und fern) und unzählige Besucher.

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